Porträtsammlung

Porträtsammlung

Mit über 200.000 grafischen Bildnissen ist die Porträtsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek weltweit eine der größten ihrer Art. Ihr Bestehen reicht bis in das Jahr 1785 zurück, als der junge Erzherzog und spätere Kaiser Franz I. (1768-1835) die ersten Kupferstiche für seine private Sammlung erwarb. Eine internationale Besonderheit ist die heute noch gültige Aufstellung der Porträts, die auf die Gründungszeit Franz I. zurückgeht.
Der Bestand ist im Wesentlichen in zwei Gruppen gegliedert: Ein „genealogischer“ Teil umfasst die Bildnisse europäischer und einiger außereuropäischer Regentendynastien, der weit größere Sammlungsteil gliedert sich in 73, teils historische, Berufsstände bzw. soziale Gruppen, von A wie Abgeordnete bis Z wie Zoologen. Darunter finden sich auch wertende Begriffe wie „Aufrührer“, „Irrlehrer“ oder „Missgestalten“.

Im Rahmen der digitalen Präsentation der Sammlung wurden diese 73 historischen Stände in acht übergeordnete Themenbereiche gruppiert: Amtsträger, Bürger, Frauen, Geistliche, Gelehrte, Künstler, Militärs und Randgruppen.
Die bereits vorhandene historische Ordnung der Regentenporträts wurde größtenteils übernommen und gliedert sich in Päpste, Kaiser, Könige, Adel, sonstige Potentaten sowie das Erzhaus Österreich.
Innerhalb der historischen Kategorien sind die Porträts nach Epochen bzw. Jahrhunderten geordnet, wobei die Zuordnung in der Regel nach dem Sterbedatum der dargestellten Person, soweit bekannt, erfolgte (Beispiel: Sterbedatum liegt zwischen 1710 und 1809: Zuordnung zum 18. Jahrhundert).


last update 01.09.2014