Atlas Blaeu-Van der Hem

Atlas Blaeu-Van der Hem

Der 50-bändige Atlas Blaeu-Van der Hem entstand 1662 bis 1678 und gehört mittlerweile zu den kostbarsten Objekten der Österreichischen Nationalbibliothek. Der Amsterdamer Patrizier und Bibliophile Laurens van der Hem (1621 - 1678) stellte diesen barocken Sammelatlas mit viel Sorgfalt, großem Sachverstand und enormem finanziellem Aufwand zusammen. Der Atlas umfasst die gesamte damals bekannte Erde - Schwerpunkte bilden Europa und die niederländischen Besitzungen und Interessenssphären in Übersee. Grundlage war der elfbändige Atlas Maior (1662) des Joan Blaeu, zu welchem Van der Hem Karten anderer Autoren sowie Ansichten und Handzeichnungen hinzufügte. Der Atlas umfasst neben gedruckten und handschriftlichen Textseiten mit Beschreibungen und Erläuterungen etwa 2400 Tafeln: Karten, Veduten, Pläne, Landschaftsdarstellungen, Genrezeichnungen, Schlachtenszenen, Porträts, Bauwerke, Festlichkeiten, Triumphzüge, Kostümabbildungen. Es handelt sich dabei um Kupferstiche, Zeichnungen (Rötel-, Kohle-, Bleistift- und Federzeichnungen), Aquarelle und Gouachen. Das Kartenwerk wurde 1730 von Prinz Eugen von Savoyen bei einer Auktion erworben und gelangte später mit der Bibliotheca Eugeniana in die Hofbibliothek. 2003 wurde der Atlas Blaeu-Van der Hem in das Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes aufgenommen.
Die Bände werden laufend digitalisiert (bislang 32 Bände) und in dieser Präsentation online zugänglich gemacht.



last update 23.08.2017