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WIEDERAUFBAU
Das Plakat Wieder frei! rückt einen wichtigen Identifikationsort Österreichs ins Bild. Nämlich den Dom zu St. Stephan anlässlich der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Gründung der Zweiten Republik auf Grundlage der Moskauer Deklaration, die im Poster ausdrücklich zitiert wird. Von den Sowjets vor April 1945 in Preßburg gedruckt, zeigt es den gerade noch intakten Stephansdom. Bereits 1947 wurde der Wiederaufbau in einer eigenen Ausstellung gewürdigt. Nicht nur die amerikanische Wirtschaftshilfe (European Recovery Program) mit den ERP-Krediten, sondern auch die erste Anleihe der Bundesregierung im Jahre 1949 gab der heimischen Wirtschaft wichtige Impulse. Österreich war vertraglich verpflichtet, mit einer umfangreichen Werbekampagne den sogenannten Marshallplan zu unterstützen. 1955 wurde über zehn Jahre Wiederaufbau Bilanz gezogen, so auch unter anderem mit einer Ausstellung im oberösterreichischen Wels.

MEDIEN
Nach Kriegsende kam es zu einer völligen Umgestaltung der österreichischen Presse- und Medien-Landschaft. Die Besatzungsmächte gründeten eigene Zeitungen und Zeitschriften, etwa den Wiener Kurier (amerikanisch) oder die Österreichische Zeitung mit dem Wochenblatt Welt-Illustrierte (sowjetisch). Ab August 1945 durften auch lizenzierte Parteizeitungen in Druck gehen: so die Arbeiter-Zeitung (SPÖ), Das Kleine Volksblatt (ÖVP) und die Volksstimme (KPÖ). Ab Oktober 1948 erschien Die Presse als Tageszeitung. Mit großem Engagement versuchten die Amerikaner Kulturarbeit in Österreich zu betreiben. Das erfolgreiche Picturama New America (Amerika von heute) der Foto-Illustrierten Life Magazine – eine frühe Multimedia-Show – wurde in Österreich gezeigt, und in der US-Zone setzte der Radiosender Rot-Weiß-Rot neue Maßstäbe für die inhaltliche Entwicklung des Hörfunks. Renommierte österreichische Grafikerinnen und Grafiker setzten die Produkte des Mediensektors werblich in Szene.