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3. Kapitel Mehr Bilder
Florilegium A

Zwischen den Jahren 1794 und 1824 hielt Matthias Schmutzer die exotische Pflanzenwelt der kaiserlichen Gärten Wiens in großformatigen Aquarellen fest. Die 1314 Pflanzendarstellungen des Künstlers wurden zum sogenannten „Florilegium A“ zusammengefasst. Sie werden im Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek in 16 historischen Großfolio-Kassetten aufbewahrt.

Die Malereien wurden mit Aquarell- und Deckfarbe auf Papier, selten auch auf Pergament ausgeführt. Meist sind sie nicht signiert oder datiert, jedoch fast immer mit der wissenschaftlichen Bezeichnung der Pflanze beschriftet. Der rechteckige Rahmen aus zwei Tuschelinien, dessen Zwischenraum mit Goldfarbe bemalt ist, lässt an das von Prinz Eugen erworbene „Recueil de Plantes cultivées dans le Jardin Royal à Paris“ denken.

Spätestens im Jahr 1840 wurden die Abbildungen mit den botanischen Namen in Schönschrift versehen und geordnet. Ein handschriftliches Verzeichnis befindet sich ebenfalls in der Österreichischen Nationalbibliothek.

Das „Florilegium A“ spiegelt Modeströmungen in der Botanik der Zeit wider. Pelargonien werden zahlreich abgebildet, andere Pflanzen sind, verglichen mit der heute bekannten Artenzahl, nur wenig vertreten. Vieles scheint uns heute alltäglich, war es aber zur Entstehungszeit noch nicht. Dahlien und Hortensien beispielsweise waren damals noch wenig bekannt.