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29. Kapitel Mehr Bilder
Ungarn
„Annähernd in der Mitte des östlichen Theiles von Mitteleuropa, fast in gleicher Entfernung einerseits vom eisigen Nordpol, anderseits vom heißen Äquator, liegt das Ländergebiet der ungarischen heiligen Krone. Die Natur hat demselben eine wohl abgerundete Gestalt verliehen und es von den benachbarten Ländern mit markirten und in die Augen springenden Grenzlinien geschieden. Es umschlingt dasselbe der Gebirgskranz der Karpathen, das östlichste Glied jenes hohen Gebirgsgürtels, welcher das Rückgrat von Europa bildet; der mächtige Grenzwall erstreckt sich in der Gestalt eines ungeheuren Bogens in nordöstlicher, östlicher und südöstlicher Richtung vom Donauthor bei Theben und Preßburg bis zum südöstlichen Grenzpunkte Siebenbürgens mehr als 1.400 Kilometer lang. Aber auch dort bricht er noch nicht ab; seine Richtung ändernd, biegt er plötzlich nach Westen um und schwingt sich an der Südgrenze Siebenbürgens zu noch größerer Höhe empor; indem er endlich in südwestlicher Richtung weiter streicht, stößt er bei Orsova wieder an die Donau.“
(ÖUM, Band „Ungarn I“ S. 9)