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28. Kapitel Mehr Bilder
Böhmen, Mähren u. Schlesien
„Die slavischen Stämme, welche Böhmen in Besitz genommen, wie die Charvaten, Lučaner, Dúdleber und andere, aus denen das böhmische Volk hervorging, unterscheiden sich durch Dialecte und gewiß auch durch ihren Charakter. (…). Die sprachlichen Verschiedenheiten kann man noch heute hier und da in dialectischen Überresten, namentlich im Nordosten und Westen beobachten, die Charakterunterschiede jedoch treten nicht mehr so scharf hervor, wie dies etwa noch bei den heutigen Čechen in Mähren der Fall ist; nur daß die Bewohner im Süden Böhmens im Ganzen ernster sind als die lebhaften Bewohner des Nordens und Ostens.“
(ÖUM, Band „Böhmen I“ S. 392)

„Mähren ist eine der fleißigsten und leistungsfähigsten Werkstätten des Reiches. Vor Allem sind es die Schätze des Bodens, welche der gewerblichen Entwicklung der Markgrafschaft Ziel und Richtung gaben. Starke Kohlen- und Eisenlager begünstigten die Entfaltung der Industrie in Sinne moderner Technik. Die Keramik findet vortrefflichen Thon, der holzverarbeitende Betrieb ausgedehnte und gut gehaltene Forste. Flachsbau und Schafzucht ermöglichten seinerzeit, als das coloniale Spinnmaterial noch nicht den Hauptbedarf deckte, das rasche Aufblühen der Textilindustrie.“
(ÖUM, Band „Mähren und Schlesien“ S. 465)