Präsentationen

Die Porträtminiaturen der Habsburger

Zur kaiserlichen Privatbibliothek und den dazugehörigen Sammlungen gehört auch eine Kollektion von fast 600 Porträtminiaturen, die sich heute im Miniaturenkabinett der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg befindet. Der Großteil der Bildnisse stellt Angehörige des Kaiserhauses dar, vereinzelt finden sich auch Porträts aus anderen europäischen Herrscherfamilien sowie einige allegorische Darstellungen. Die meisten der Miniaturen stammen aus dem 18. Jahrhundert, einige aus der Zeit vor dem Regierungsantritt Maria Theresias, andere, wie etwa die Serie der Kinder Kaiser Franz’ I., entstanden nach 1800. Meist stammen sie von in Wien tätigen Miniaturmalern, darunter Künstler wie Jean Étienne Liotard oder Heinrich Füger. In Tableaus zusammengefasst erhielten diese Miniaturen später als repräsentative Familiengalerie eine neue Funktion.

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Esperanto und Pazifismus

Friedensbewegung und Esperantobewegung hatten insbesondere vor dem Ersten Weltkrieg mehrere ideologische und personelle Gemeinsamkeiten. Zahlreiche bedeutende TeilnehmerInnen der Weltfriedenskongresse – die ab 1889 jährlich stattfanden – nahmen ebenso an den Esperanto-Weltkongressen teil. Die Fotografien der Sammlung für Plansprachen zeigen einige international prominente PazifistInnen, die sich ebenso für Esperanto als internationales Kommunikationsmittel engagierten. Einer von diesen Pazifisten ist der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1911, Alfred Hermann Fried (1864-1921), der in dem 1913 publizierten „Handbuch der Friedensbewegung“ folgendes über die starke Verbindung zwischen Pazifismus und Esperanto notierte: „Die Esperantobewegung fing zu Beginn des neuen Jahrhunderts an, in weite Kreise zu dringen und seit 1905 internationale Kongresse zu veranstalten, die ihrem ganzen Wesen nach als großartige Friedenskongresse zu bezeichnen sind.“

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50 Jahre Brasilia

Am 21. April 1960 wurde die neue brasilianische Hauptstadt Brasilia vom damaligen Präsidenten Juscelino Kubitschek eingeweiht. Heute zählt Brasilia rund 2,5 Mio Einwohner, seit 1987 steht die Stadt auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Die vorliegende Bildauswahl aus dem Nachlass des Fotografen Joe J. Heydecker dokumentiert den Aufbau dieser Planhauptstadt und bietet Einblicke in das brasilianische Alltagsleben der Sechziger Jahre.

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Kaiser Franz I. (1768-1835) im Bildnis

Letzter Kaiser des Hl. Römischen Reiches und als Franz I. erster Kaiser von Österreich: „Franz der Gute“ tritt in den späteren Darstellungen seiner Regierungszeit gerne in Zivil auf und kultiviert in den Familienbildern ein bürgerliches Privatleben. Eine Auswahl aus den über 400 Porträts dieses Habsburgers, von seiner Kindheit in Florenz und als „Kaiserlehrling“ in Wien über die repräsentativen Bildnisse in Krönungs- und Ordensornat bis hin zu den historisch-anekdotischen Darstellungen rund um den Wiener Kongress und schließlich den Darstellungen zu seinem Tod.

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Sammlung Raoul Korty

Die Fotosammlung des jüdischen Journalisten Raoul Korty (1889-1944) wurde 2005 von der ÖNB restituiert und auf Wunsch der Eigentümerin von der ÖNB angekauft. Nach der Aufarbeitung wurde die Sammlung Korty im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Der Fotobestand Korty bietet einen Einblick in die Lebenswelt des Sammlers. Als Monarchist und Bohémien sammelte er vorzugsweise Porträtaufnahmen von prominenten Persönlichkeiten – SchauspielerInnen, Adelige, Mitglieder des österreichischen Kaiserhauses – des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Sammlung stellt damit nicht nur ein lebhaftes Gesellschaftsbild jener Zeit dar, sondern dokumentiert auch ein Stück Fotografiegeschichte.

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Anton Holzer: Kriegsfotografie im Ersten Weltkrieg

Fotohistorisch „lesbar“ gemacht, bildet die vorliegende Fotosammlung aus dem Ersten Weltkrieg wichtiges Quellenmaterial zur Mentalitätsgeschichte des Krieges, zur Wahrnehmungsgeschichte Ost- und Südosteuropas, aber auch zur österreichischen Geschichte und Zeitgeschichte.

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Kaiserin Elisabeth in Fotografien

Kaiserin Elisabeth (1837 – 1898) wurde vor 110 Jahren an den Gestaden des Genfersees ermordet. Ungebrochen ist ihr Mythos ewiger Schönheit und Jugend. Das liegt vor allem daran, dass sich Sisi geschickt der Medien bediente und sich als Ikone ewiger Jugend inszenierte. Die letzten Fotografien von Elisabeth entstanden zu ihrem 31. Geburtstag. Ihr Altersgesicht durfte fortan offiziell niemand sehen. Zahlreiche Fotografien der berühmten Wiener Ateliers Ludwig Angerer, Emil Rabending oder des Münchners Josef Albert wurden fortan in zahlreichen retuschierten und montierten Varianten veröffentlicht.

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last update 22.01.2009