Präsentationen

Sarajevo, 28. Juni 1914

An diesem Tag wurden der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie während einer Autofahrt vom 19-jährigen Gavrilo Princip erschossen. Dieses Attentat war Auslöser für die Julikrise, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte.

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100. Todestag von Bertha von Suttner

Bertha von Suttner (1843-1914), die berühmte Autorin des Antikriegs-Romans "Die Waffen nieder" (1889), engagierte Vorkämpferin für die Friedens- und Frauenfrage und erste weibliche Friedensnobelpreisträgerin (1905), stirbt am 21. Juni 1914, nur eine Woche vor dem verhängnisvollen Attentat in Sarajewo.

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Franz Pachleitner, Fliegerfotograf im Ersten Weltkrieg

Der in Linz geborene Franz Pachleitner lernte ursprünglich Graveur und leistete seinen Militärdienst am Militärgeografischen Institut in Wien ab. Dort arbeitete er als Kupferstecher und technischer Zeichner und wurde daneben in der Fotografischen Lehr- und Versuchsanstalt ausgebildet. Zu Kriegsbeginn 1914 meldete er sich freiwillig zur Fotoflieger-Abteilung, wurde der Fliegerkompanie Nr. 10 am Flugfeld Graz-Thalerhof zugeteilt und kam im August 1914 an die Ostfront. Der größte Teil seiner Aufnahmen dokumentiert daher den Frontabschnitt zwischen Galizien und den Karpaten bis 1916. Danach unterrichtete er an der Flieger-Offiziersschule Wiener Neustadt, 1917/18 fotografierte Pachleitner auch an der Südfront. Seine Aufnahmen bieten einen Blick nahe am Kriegsgeschehen, zeigen aber auch den Kriegsalltag hinter der Front, die Zerstörungen und das Leid der Betroffenen.
Die Fotos und Auszüge aus den Tagebüchern sind in dem Bänden "Kaiser, Krieg und Kamera", und "Zum Himmer ich marschiere!", herausgegeben von der Enkelin Franz Pachleitners, Carina Klemmer (carinaverlag), abgebildet.

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Erster Weltkrieg

Das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek besitzt eine umfassende visuelle Dokumentation der Kriegsereignisse des Ersten Weltkriegs. Die Vorgängerin der Österreichischen Nationalbibliothek, die k.k.-Hofbibliothek, begann schon unmittelbar nach Kriegsbeginn, Zeugnisse des Krieges zu sammeln: Plakate, Flugblätter, Postkarten, Extraausgaben, Kinderzeichnungen und Schulaufsätze, Vivatbänder, Brief- und Verschlussmarken.
Diese Bestände, sowie die Fotoalben des Kriegspressequartiers, ein umfangreicher Bildbestand zum Ersten Weltkrieg, werden sukzessive digitalisiert, katalogisiert und über Bildarchivaustria bzw. QuickSearch zugänglich gemacht.

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Wilhelm Burgers Südostasien-Expedition 1868-1870

Wilhelm Burger zählt zu den bedeutendsten österreichischen Expeditionsfotografen des 19. Jahrhunderts. Die Negative zu den erhaltenen Abzügen sind nahezu vollständig im Umfang von 840 Glasplatten in der „Sammlung Wilczek-Burger“ unter der Signaturengruppe „WB“ der österreichischen Nationalbibliothek Wien, Bildarchiv und Graphiksammlung erhalten.
Von 1868 bis 1870 nahm Wilhelm Burger als offizieller Expeditionsfotograf an der “K. K. Mission nach Ostasien ” teil. Zu seinen Aufgaben gehörte die umfangreiche Dokumentation von kunsthandwerklichen Gegenständen für die heimischen Initiatoren der Expedition ebenso die ethnografische Darstellung der japanische Gesellschaft in einer Zeit der großen politischen und sozialen Umwälzungen der Meiji-Restauration.
Ein Forscherteam der Universität Tokyo hat nun anhand des ca. 300 umfassenden Negativbestandes nachgewiesen, dass Burger nicht der alleinige Urheber dieser Expeditionsfotografien ist. Für sein zweibändiges Albenwerk "K.u.k. Expedition nach Ostasien 1868-1871" hat Burger auf seiner Reise von unterschiedlichen japanischen Fotografen Negative erworben, die er fortan unter seinem Namen vertrieb. Diese sensationellen Forschungsergebnisse werden nun erstmals in der Zeitschrift PhotoResearcher Nr. 15 der Europäischen Gesellschaft für die Geschichte der Fotografie (ESHPh) publiziert.

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Die Porträtminiaturen der Habsburger

Zur kaiserlichen Privatbibliothek und den dazugehörigen Sammlungen gehört auch eine Kollektion von fast 600 Porträtminiaturen, die sich heute im Miniaturenkabinett der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg befindet. Der Großteil der Bildnisse stellt Angehörige des Kaiserhauses dar, vereinzelt finden sich auch Porträts aus anderen europäischen Herrscherfamilien sowie einige allegorische Darstellungen. Die meisten der Miniaturen stammen aus dem 18. Jahrhundert, einige aus der Zeit vor dem Regierungsantritt Maria Theresias, andere, wie etwa die Serie der Kinder Kaiser Franz’ I., entstanden nach 1800. Meist stammen sie von in Wien tätigen Miniaturmalern, darunter Künstler wie Jean Étienne Liotard oder Heinrich Füger. In Tableaus zusammengefasst erhielten diese Miniaturen später als repräsentative Familiengalerie eine neue Funktion.

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Sammlung Raoul Korty

Die Fotosammlung des jüdischen Journalisten Raoul Korty (1889-1944) wurde 2005 von der ÖNB restituiert und auf Wunsch der Eigentümerin von der ÖNB angekauft. Nach der Aufarbeitung wurde die Sammlung Korty im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Der Fotobestand Korty bietet einen Einblick in die Lebenswelt des Sammlers. Als Monarchist und Bohémien sammelte er vorzugsweise Porträtaufnahmen von prominenten Persönlichkeiten – SchauspielerInnen, Adelige, Mitglieder des österreichischen Kaiserhauses – des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Sammlung stellt damit nicht nur ein lebhaftes Gesellschaftsbild jener Zeit dar, sondern dokumentiert auch ein Stück Fotografiegeschichte.

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Anton Holzer: Kriegsfotografie im Ersten Weltkrieg

Fotohistorisch „lesbar“ gemacht, bildet die vorliegende Fotosammlung aus dem Ersten Weltkrieg wichtiges Quellenmaterial zur Mentalitätsgeschichte des Krieges, zur Wahrnehmungsgeschichte Ost- und Südosteuropas, aber auch zur österreichischen Geschichte und Zeitgeschichte.

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Kaiserin Elisabeth in Fotografien

Kaiserin Elisabeth (1837 – 1898) wurde vor 110 Jahren an den Gestaden des Genfersees ermordet. Ungebrochen ist ihr Mythos ewiger Schönheit und Jugend. Das liegt vor allem daran, dass sich Sisi geschickt der Medien bediente und sich als Ikone ewiger Jugend inszenierte. Die letzten Fotografien von Elisabeth entstanden zu ihrem 31. Geburtstag. Ihr Altersgesicht durfte fortan offiziell niemand sehen. Zahlreiche Fotografien der berühmten Wiener Ateliers Ludwig Angerer, Emil Rabending oder des Münchners Josef Albert wurden fortan in zahlreichen retuschierten und montierten Varianten veröffentlicht.

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last update 27.03.2013