Bildarchiv Austria. Die Bildplattform der Österreichischen Nationalbibliothek

Fotoarchiv M. Wenzel-Jelinek

Die Österreichische Nationalbibliothek erwirbt 50.000 ausgewählte fotografische Meisterwerke aus dem Archiv „Wenzel-Jelinek“. Das Fotoarchiv besteht seit 1955 und enthält insgesamt ca. 3 Millionen Bildträger zu den Themen Politik, politische Werbung, Mode und Kultur, Natur und Umwelt und Musik.
Die Inhaberin des Archivs, Frau Prof. Margret Dieberger, fotografierte und publizierte unter dem Namen M. Wenzel-Jelinek zahlreiche Reportagen (Mode, Politik) in Tageszeitungen und Illustrierte wie „Kurier“, „Kronen Zeitung“, „Time Life“, „Madame“, „Vogue“ oder „Harpers Bazaar“. Im Jahr 2003 fand eine große Ausstellung im Künstlerhaus mit Modefotos aus den Jahren 1960 – 1980 statt. 2007 wurde ihr das Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Ab 1969 fotografierte sie unter anderem den Kanzlerwahlkampf für den späteren Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky, war Fotografin für Bundeskanzler Helmut Kohl und leistete Pressearbeit für Englands Margaret Thatcher. Margret Dieberger arbeitete bei vielen weiteren Wahlkämpfen im In- und Ausland, es wurden zahlreiche Wahlplakate mit ihren fotografischen Sujets hergestellt.
Sie ist Herausgeberin von vier Bildbänden: „Dirigenten“(1986), „Große Sänger - Weltstars in Szene und Portrait“(1989), „Kapital Wald. Wahrheit und Hoffnung“ (1992) und "Wien wertvoll" (2014).

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Sarajevo, 28. Juni 1914

An diesem Tag wurden der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie während einer Autofahrt vom 19-jährigen Gavrilo Princip erschossen. Dieses Attentat war Auslöser für die Julikrise, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte.

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100. Todestag von Bertha von Suttner

Bertha von Suttner (1843-1914), die berühmte Autorin des Antikriegs-Romans "Die Waffen nieder" (1889), engagierte Vorkämpferin für die Friedens- und Frauenfrage und erste weibliche Friedensnobelpreisträgerin (1905), stirbt am 21. Juni 1914, nur eine Woche vor dem verhängnisvollen Attentat in Sarajewo.

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Franz Pachleitner, Fliegerfotograf im Ersten Weltkrieg

Der in Linz geborene Franz Pachleitner lernte ursprünglich Graveur und leistete seinen Militärdienst am Militärgeografischen Institut in Wien ab. Dort arbeitete er als Kupferstecher und technischer Zeichner und wurde daneben in der Fotografischen Lehr- und Versuchsanstalt ausgebildet. Zu Kriegsbeginn 1914 meldete er sich freiwillig zur Fotoflieger-Abteilung, wurde der Fliegerkompanie Nr. 10 am Flugfeld Graz-Thalerhof zugeteilt und kam im August 1914 an die Ostfront. Der größte Teil seiner Aufnahmen dokumentiert daher den Frontabschnitt zwischen Galizien und den Karpaten bis 1916. Danach unterrichtete er an der Flieger-Offiziersschule Wiener Neustadt, 1917/18 fotografierte Pachleitner auch an der Südfront. Seine Aufnahmen bieten einen Blick nahe am Kriegsgeschehen, zeigen aber auch den Kriegsalltag hinter der Front, die Zerstörungen und das Leid der Betroffenen.
Die Fotos und Auszüge aus den Tagebüchern sind in dem Bänden "Kaiser, Krieg und Kamera", und "Zum Himmer ich marschiere!", herausgegeben von der Enkelin Franz Pachleitners, Carina Klemmer (carinaverlag), abgebildet.

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Erster Weltkrieg

Das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek besitzt eine umfassende visuelle Dokumentation der Kriegsereignisse des Ersten Weltkriegs. Die Vorgängerin der Österreichischen Nationalbibliothek, die k.k.-Hofbibliothek, begann schon unmittelbar nach Kriegsbeginn, Zeugnisse des Krieges zu sammeln: Plakate, Flugblätter, Postkarten, Extraausgaben, Kinderzeichnungen und Schulaufsätze, Vivatbänder, Brief- und Verschlussmarken.
Diese Bestände, sowie die Fotoalben des Kriegspressequartiers, ein umfangreicher Bildbestand zum Ersten Weltkrieg, werden sukzessive digitalisiert, katalogisiert und über Bildarchivaustria bzw. QuickSearch zugänglich gemacht.

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Die Porträtminiaturen der Habsburger

Zur kaiserlichen Privatbibliothek und den dazugehörigen Sammlungen gehört auch eine Kollektion von fast 600 Porträtminiaturen, die sich heute im Miniaturenkabinett der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg befindet. Der Großteil der Bildnisse stellt Angehörige des Kaiserhauses dar, vereinzelt finden sich auch Porträts aus anderen europäischen Herrscherfamilien sowie einige allegorische Darstellungen. Die meisten der Miniaturen stammen aus dem 18. Jahrhundert, einige aus der Zeit vor dem Regierungsantritt Maria Theresias, andere, wie etwa die Serie der Kinder Kaiser Franz’ I., entstanden nach 1800. Meist stammen sie von in Wien tätigen Miniaturmalern, darunter Künstler wie Jean Étienne Liotard oder Heinrich Füger. In Tableaus zusammengefasst erhielten diese Miniaturen später als repräsentative Familiengalerie eine neue Funktion.

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Kaiserin Elisabeth in Fotografien

Kaiserin Elisabeth (1837 – 1898) wurde vor 110 Jahren an den Gestaden des Genfersees ermordet. Ungebrochen ist ihr Mythos ewiger Schönheit und Jugend. Das liegt vor allem daran, dass sich Sisi geschickt der Medien bediente und sich als Ikone ewiger Jugend inszenierte. Die letzten Fotografien von Elisabeth entstanden zu ihrem 31. Geburtstag. Ihr Altersgesicht durfte fortan offiziell niemand sehen. Zahlreiche Fotografien der berühmten Wiener Ateliers Ludwig Angerer, Emil Rabending oder des Münchners Josef Albert wurden fortan in zahlreichen retuschierten und montierten Varianten veröffentlicht.

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last update 01.09.2014