Bildarchiv Austria. Die Bildplattform der Österreichischen Nationalbibliothek

Yoichi Okamoto (1915-1985)

Die Österreichische Nationalbibliothek erwarb vor kurzem den fotografischen Nachlass von Yoichi Okamoto. Der unter Präsident Lyndon B. Johnson zum offiziellen Fotografen des Weißen Hauses aufgestiegene Japano-Amerikaner war ab 1948 Leiter des amerikanischen Bilddienstes in Österreich. Die im Nachlass enthaltenen 15.000 historischen Negative und 900 fotografische Originalprints sind einzigartige Dokumente zu Gesellschaft, Kunst, Politik und Kultur im Österreich der Nachkriegszeit.

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Deutschland 1919 / 1920

Vor genau 100 Jahren waren die Zeiten am Übergang von der Monarchie zur jungen demokratischen Republik nicht nur in Österreich turbulent, sondern auch in Deutschland. Nach dem Sturz der Hohenzollern brachen im Deutschen Reich stürmische Zeiten an. Bereits im Jänner 1919 gab es die erste republikanische Wahl zur Deutschen Nationalversammlung, an der erstmals Frauen wahlberechtigt waren. Zahlreiche paramilitärische Verbände (Freicorps) wurden gegründet und es kam zu politischen Morden. Im Frühjahr 1919 entstand die Münchener Räterepublik, die im Mai niedergeschlagen wurde. Das erste Halbjahr 1919 war geprägt von den Friedensverhandlungen in Versailles. Der Vertrag wurde von Deutschland am 28. Juni unterzeichnet. Damit verbunden waren Gebietsverluste (z.B. Elsaß-Lothringen) und verpflichtende Volksabstimmungen in Schleswig, Oberschlesien und Ost- und Westpreußen. Diese raren Plakate dokumentieren die politischen Geschehnisse im Nachbarland der Jahre 1919/20.

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Rudolf Festetics de Tolna: Vier Jahre auf See

Von 1893 bis 1901 unternahm Graf Festetics de Tolna (1865-1943) an Bord seiner Yacht "Tolna" eine Entdeckungsreise, die ihn von der Südsee bis an die Südspitze Indiens führte, wo er letztlich am Atoll von Minicoy Schiffbruch erlitt. Nach seiner Rückkehr nach Wien schenkte er Kaiser Franz Josef I. zwei Alben mit 166 Fotografien seiner ersten vier Reisejahre in der Südsee.

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Moriz Nähr – Fotograf der Wiener Moderne

Das fotografische Werk von Moriz Nähr (1859 – 1945) zeichnet sich im „Wien um 1900“ durch seinen eigenständigen Werkcharakter sowie durch inhaltliche und stilistische Vielfalt aus. Es umfasst Porträtaufnahmen, Stadtansichten, Architekturaufnahmen und Genreszenen. Der Autodidakt Nähr pflegte ein gut verankertes gesellschaftliches Netzwerk. Seine Auftraggeber waren prominente Persönlichkeiten aus dem aufgeklärten Wiener Großbürgertum (Karl und Ludwig Wittgenstein), Mitglieder des Hauses Habsburg (Kaiser Franz Joseph I, Thronfolger Franz Ferdinand) und die Wiener Secession, deren innovative Ausstellungsinszenierungen er dokumentierte.
Die lebenslange Künstlerfreundschaft zwischen Gustav Klimt und Moriz Nähr ist legendär und die beeindruckenden Porträt- und Atelieraufnahmen seines Malerfreundes sind bestens bekannt. Nähr übergab im Jahre 1943 einen großen Teil seines Negativarchivs dem Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, das in Auswahl nun in der umfassenden Ausstellung „Moriz Nähr. Fotograf der Wiener Moderne“ im Leopold Museum Wien (24.08.–29.10.2018) zu sehen ist.

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Ansichten von Sydney und Neu-Süd-Wales

Ein prachtvolles Fotoalbum, ein Geschenk an Kaiser Franz Joseph im Jahr 1879, enthält 24 Aufnahmen aus Sydney bzw. Neu-Süd-Wales in den 1870er Jahren.
Gewidmet wurde das Album von Julius Debrincke, einem Professor an der Universität in Sydney. Im ‘Maitland Mercury and Hunter River General Advertiser' vom 13. März 1879 wurde von diesem Geschenk berichtet: „ M. Julius Debrincke (…) has shown us a very handsome album, which Mr. Debrincke has had prepared for presentation to his Imperial Majesty, the Emperor of Austria. The album is bound in crimson velvet and mounted with massive silver. It contains a series of large photographs of Sydney harbour, Sydney as a city (…). These pictures were selected by Mr. Debrincke himself in various Sydney photographic studios and are of such surpassing merit that they will convey to the Imperial receiver no inapt idea of the progress of civilisation in this territory as well as a favorable notion of our outdoor scenery.”
Julius Debrincke besuchte Europa in den Jahren 1879ff und hielt auch zahlreiche Vorträge in Wien, Prag, Linz, Leitmeritz etc. über seine Forschungsreise durch Zentralasien, die er im Auftrag der australischen Regierung durchführte.

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Fotoarchiv Lisl Steiner

Lisl Steiner, amtlich Elisabeth, wurde 1927 in Wien geboren und floh mit ihrer Familie – die Mutter war Jüdin – 1938 von Wien über Triest nach Argentinien, wo sie aufwuchs. Sie studierte Kunst an der Fernando Fader School of Decorative Arts (1941-44) in Buenos Aires, arbeitete anschließend im Dokumentarfilmbereich, bevor sie 1957 mit einem Foto des argentinischen Präsidenten Pedro Eugenio Aramburu den Durchbruch als Fotojournalistin schaffte. 1960 übersiedelte Steiner nach New York, wo sie als unabhängige Fotojournalistin erfolgreich für zahlreiche US-Magazine wie Life, Time, Newsweek und The New York Times arbeitete.
Zahlreiche Prominenz aus Politik (Fidel Castro, Richard Nixon, Martin Luther King) Kultur (Louis Armstrong, Duke Ellington, Pau Casals, Pablo Neruda) und Sport (Pele, Franz Beckenbauer) und wichtige Ereignisse (Begräbnis John F. Kennedy) hatte Lisl Steiner vor die Kamera geholt, sei es in New York oder auf zahlreichen Reisen durch die USA oder Südamerika. 1959 begann das fotografische Großprojekt „Children of America“, das Aufnahmen aus 31 Ländern des amerikanischen Kontinents umfasst und bis heute andauert. 1999 schenkte Lisl Steiner ihre Zeichnungen der ÖNB, 2004 ihren gesamten fotografischen Vorlaß, der sukzessive in Wien einlangt. Sie lebt heute in New York und hat die amerikanische Staatsbürgerschaft.

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Das Florilegium Kaiser Franz´ I.

Das hier vorgestellte Florilegium wurde von Kaiser Franz I.(1768-1835) in Auftrag gegeben und sollte die Pflanzenwelt seiner botanischen Gärten dokumentieren. Es besteht aus zwei Teilen, dem sogenannten „Florilegium A“ von Matthias Schmutzer und dessen Nachfolge, dem „Florilegium B“ von Johann Jebmayer.
Mehr über das Florilegium erfahren Sie in unserer digitalen Ausstellung

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Emile Béchard

Innerhalb der wohlhabenden Schichten Europas wurde es in der 2.Hälfte des 19.Jahrhunderts immer beliebter, in den – stark idealisierten – Orient zu fahren. Diese Reisenden fotografierten meist nicht selbst. Stattdessen erwarben sie vor Ort Bilder, mit deren Hilfe sie ihre Eindrücke dokumentieren konnten. Einer der Fotografen, die von dieser Tatsache profitierten, war der Franzose Emile Béchard, der zwischen 1868 und 1880 in Kairo tätig war.

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Franz Pachleitner, Fliegerfotograf im Ersten Weltkrieg

Der in Linz geborene Franz Pachleitner lernte ursprünglich Graveur und leistete seinen Militärdienst am Militärgeografischen Institut in Wien ab. Dort arbeitete er als Kupferstecher und technischer Zeichner und wurde daneben in der Fotografischen Lehr- und Versuchsanstalt ausgebildet. Zu Kriegsbeginn 1914 meldete er sich freiwillig zur Fotoflieger-Abteilung, wurde der Fliegerkompanie Nr. 10 am Flugfeld Graz-Thalerhof zugeteilt und kam im August 1914 an die Ostfront. Der größte Teil seiner Aufnahmen dokumentiert daher den Frontabschnitt zwischen Galizien und den Karpaten bis 1916. Danach unterrichtete er an der Flieger-Offiziersschule Wiener Neustadt, 1917/18 fotografierte Pachleitner auch an der Südfront. Seine Aufnahmen bieten einen Blick nahe am Kriegsgeschehen, zeigen aber auch den Kriegsalltag hinter der Front, die Zerstörungen und das Leid der Betroffenen.
Die Fotos und Auszüge aus den Tagebüchern sind in dem Bänden "Kaiser, Krieg und Kamera", und "Zum Himmer ich marschiere!", herausgegeben von der Enkelin Franz Pachleitners, Carina Klemmer (carinaverlag), abgebildet.

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Erster Weltkrieg

Das Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek besitzt eine umfassende visuelle Dokumentation der Kriegsereignisse des Ersten Weltkriegs. Die Vorgängerin der Österreichischen Nationalbibliothek, die k.k.-Hofbibliothek, begann schon unmittelbar nach Kriegsbeginn, Zeugnisse des Krieges zu sammeln: Plakate, Flugblätter, Postkarten, Extraausgaben, Kinderzeichnungen und Schulaufsätze, Vivatbänder, Brief- und Verschlussmarken.
Diese Bestände, sowie die Fotoalben des Kriegspressequartiers, ein umfangreicher Bildbestand zum Ersten Weltkrieg, werden sukzessive digitalisiert, katalogisiert und über Bildarchivaustria bzw. QuickSearch zugänglich gemacht.

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Die Porträtminiaturen der Habsburger

Zur kaiserlichen Privatbibliothek und den dazugehörigen Sammlungen gehört auch eine Kollektion von fast 600 Porträtminiaturen, die sich heute im Miniaturenkabinett der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg befindet. Der Großteil der Bildnisse stellt Angehörige des Kaiserhauses dar, vereinzelt finden sich auch Porträts aus anderen europäischen Herrscherfamilien sowie einige allegorische Darstellungen. Die meisten der Miniaturen stammen aus dem 18. Jahrhundert, einige aus der Zeit vor dem Regierungsantritt Maria Theresias, andere, wie etwa die Serie der Kinder Kaiser Franz’ I., entstanden nach 1800. Meist stammen sie von in Wien tätigen Miniaturmalern, darunter Künstler wie Jean Étienne Liotard oder Heinrich Füger. In Tableaus zusammengefasst erhielten diese Miniaturen später als repräsentative Familiengalerie eine neue Funktion.

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Kaiserin Elisabeth in Fotografien

Kaiserin Elisabeth (1837 – 1898) wurde vor 110 Jahren an den Gestaden des Genfersees ermordet. Ungebrochen ist ihr Mythos ewiger Schönheit und Jugend. Das liegt vor allem daran, dass sich Sisi geschickt der Medien bediente und sich als Ikone ewiger Jugend inszenierte. Die letzten Fotografien von Elisabeth entstanden zu ihrem 31. Geburtstag. Ihr Altersgesicht durfte fortan offiziell niemand sehen. Zahlreiche Fotografien der berühmten Wiener Ateliers Ludwig Angerer, Emil Rabending oder des Münchners Josef Albert wurden fortan in zahlreichen retuschierten und montierten Varianten veröffentlicht.

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last update 26.06.2019